

Es ist ebenfalls Fakt, dass der Druck auf die Bandscheiben beim Sitzen höher ist als beim Stehen.
Aus anatomischer, orthopädischer und arbeitsmedizinischer Sicht gilt daher das dynamische Sitzen als optimal: Hierbei sollte man im Rahmen der Möglichkeiten zwischen der hinteren,
vorderen und mittleren Sitzhaltung
wechseln, sowie hin und wieder auch die stehende Haltung einnehmen.
Diese Art der wechselnden Bewegungen aktiviert und entspannt je nach Haltung wechselseitig die unterschiedlichen Muskelgruppen.
Zunächst ist es wichtig, sich bewusst zu werden, wie man sitzt. Wer nicht weiss, dass er falsch sitzt, hat keine Veranlassung, dies zu ändern!
Viele Orthopäden fordern die aufrechte Sitzhaltung, weil die Wirbelsäule so ihre natürliche Form annimmt und der Druck auf die Bandscheibe geringer ist als bei einer gebeugten Sitzhaltung.
Obwohl die Rückenmuskulatur bei einer leicht nach vorn gebeugten Sitzhaltung weniger beansprucht wird, bedeutet das nicht, dass diese Sitzhaltung auch die bessere ist. Bei dieser Haltung hat der Mensch zwar das Gefühl, bequemer zu sitzen. Dafür ist aber die Belastung und Abnutzung der Bandscheiben deutlich höher als bei der geraden Sitzhaltung.
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